Frankfurter frankfurter: U-Bahn-Bremse, Nauheimer-Jubiläum und Brexit-Bilanz

Frankfurter U-Bahnen fahren am Wochenende nur eingeschränkt, während Anton Nauheimer 80 wird und die Brexit-Bilanz der Stadt weiter wächst.

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Emily Rhodes
Editor
Investigative news reporter specialising in local government, public policy, and social issues. Two-time Regional Press Award winner.
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Frankfurter frankfurter: U-Bahn-Bremse, Nauheimer-Jubiläum und Brexit-Bilanz

Wegen Testfahrten im Tunnel, einer Baustelle und einer Feier fahren U-Bahnen und Busse in Frankfurt um das Wochenende nur eingeschränkt. Die VGF bietet Alternativen an, doch für viele Pendler und Besucher bedeutet das vor allem mehr Umstieg, mehr Wartezeit und einen Blick auf den Fahrplan, der an diesen Tagen mehr Gewicht hat als sonst.

Heute wird 80 Jahre alt. Der Unternehmer übernahm 1974 das Familienunternehmen und übergab 2012 die Geschäfte an seine Tochter , ist aber nach eigenen Worten noch immer an Bord. Wer ihn in Frankfurt trifft, findet ihn oft am Mainkai; Nauheimer sagt über solche Wege schlicht, er genieße es, dort entlangzugehen. Auf der , deren Geschichte bis 1880 zurückreicht, laufen die Geschäfte über fünf Schiffe mit 40 Mitarbeitern, in der Saison kommen noch einmal so viele Aushilfen hinzu.

Dass Frankfurt an diesem Donnerstag nicht nur auf einen runden Geburtstag, sondern auch auf spürbare Bewegung im Stadtleben blickt, passt zu einer Stadt, die seit dem auf mehreren Ebenen gewachsen ist. Der EU-Austritt Großbritanniens hat Frankfurt etwa 15.000 zusätzliche Arbeitsplätze im Finanzsektor beschert. In Dienstleistungsbranchen wie Recht, Beratung und IT sind mehr als 45.000 weitere Jobs entstanden. Zugleich sind seitdem rund 360.000 bis 400.000 Quadratmeter zusätzliche hochwertige Büroflächen in Hessens größter Stadt entstanden oder in Planung.

nennt Frankfurt deshalb einen klaren Gewinner des Brexit. hält dagegen, die Brexit-Reise sei noch nicht abgeschlossen. Genau darin liegt der Widerspruch, der die Bilanz der Stadt prägt: Frankfurt hat bereits viel eingesammelt, doch die Flächen, Jobs und Firmenverlagerungen, die nach dem britischen Austritt angestoßen wurden, werden weiter bewertet und ausgebaut. zieht diese Zwischenbilanz nach zehn Jahren; das Ergebnis fällt bislang eindeutig zugunsten der Stadt aus.

Auch die Primus-Linie zeigt, wie sehr Frankfurts Wirtschaft vom Takt der Stadt abhängt. Die Fahrten vor der Skyline, After-Work-Shipping und Gruseldinner leben von Wetter, Publikum und Konjunktur. Genau wie der Nahverkehr an diesem Wochenende reagiert das Geschäft auf äußere Umstände, die niemand auf dem Wasser oder auf der Straße ganz kontrollieren kann. Für Nauheimer ist das kein Grund für große Worte. Er bleibt, mit 80 Jahren, ein Mann am Main, der das Geschäft kennt und die Stadt mit ihren Brüchen seit Jahrzehnten begleitet.

Für Frankfurt ist die Antwort auf die zwei Geschichten des Tages damit klar: Die Einschränkungen im Nahverkehr sind nur vorübergehend, der Brexit-Effekt nicht. Während die VGF für das Wochenende ausweicht, muss die Stadt ihre neue Rolle als Finanz- und Dienstleistungsstandort weiter ausfüllen.

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